Sonntag, 18. Juni 2017

Heimreise

Von Pavlov bzw. Strachotin mache ich mich auf den Heimweg. Das Navi schlägt vor bis Jihlava auf der Landstraße zu fahren. Eine Strecke die ich noch gut kenne..
Vor Jahren war ich fast jeden Monat hier unten und habe mich an den hervorragenden Weinen der Gegend schadlos gehalten.
Eine Kostprobe habe ich mir auch diesmal wieder bei der Kellerei Silinek besorgt, leider war der Frankovka nicht mehr da. Also packte ich vier Flaschen Svatovavrinecke ein.
Von Jihlava geht es Auf der Autobahn weiter, in Prag verfahre ich mich wie immer erstmal. bin aber schnell wieder auf Kurs.
Die Straße nach Chomotov ist recht leer und so komme ich schnell vorwärts. In Chemnitz fahre ich wieder auf die Autobahn, nun trennen mich nur noch 150 Kilometer von meinem Heim. Kurz vor vier habe ich mein Heim wieder erreicht und schließe Frau und Kinder in meine Arme.

Aus Ende vorbei...



Freitag, 16. Juni 2017

Wo bin ich?

Nach einigen Bahnen im Thermlabad, zu dem man vom Camping Zutritt hat schon bevor es öffnet,  packe ich meine siebenzwölfzig Sachen zusammen. Ich trinke noch einen Kaffee und dann geht wieder weiter.
Durch die ungarische Tiefebene auf schnurgerader Straße gen Budapest bzw. dem Donauknie, einem der heutigen Ziele. Die fahrt bis Budapest zieht sich recht eintönig dahin, außer beim Überholen der LKWs sind keine nennenswerten Kurven unterwegs. Ich habe die Strecke aber bewusst so gewählt um schneller vorwärts zu kommen und nicht wieder im Puszta-Nirvana herum zu gurken. Nachdem ich Budapest recht weiträumig umfahren habe geht es nun an der Donau entlang. Der Verkehr nimmt allmählich ab und ich kann ganz entspannt cruisen. Kurz vor Komarom tauchen ersthafte Wolken auf, die sich kurz darauf in einem Gewitter entladen. Zehn Kilometer später ist davon nicht mehr zu sehen, ich ziehe die Regenkobi wieder aus und fahre weiter immer westwärts.
Bis Brecslav hält das Wetter, dann kommts wieder dicke. Da ich gerade im Verkehr der Innenstadt stecke, beschließe ich zu parken und das Gewitter abzuwarten. Bei der Gelegenheit kann ich auch gleich Geld ziehen und bin somit erstmal bestens versorgt. Nun komme ich meinem Ziel näher, jedoch die Pension, die ich aufsuchen will hat geschlossen. Die Straße zum Camping ist auch gesperrt. Als ich Ihn erreiche, mein Zelt aufgebaut habe und in die allerbeste Fischkneipe gehen will ist diese auch verschlossen. Ich gehe also in die "neue" Dorfkneipe, Flammendr ist heute aus - grmpf- so esse ich Schweinhaxe, Hauptsache mit Kren, und fahre zurück.
Nur kurz nochmal nach den Öffnungszeiten der Vinothek schauen - zu !  Na sag mal, was ist denn heute los??





Kleines Rätsel wo bin ich ???


Donnerstag, 15. Juni 2017

Bye bye Romania

Heute stand als erstes die Transalpina auf dem Plan. Bei recht frischen Temperaturen trotz Sonnenschein, starte ich also in Novaci. Von hier geht die Transalpina sofort steil auf über 1000 Meter Höhe.
Bei so klarer Sicht kann man am Horizont die Donau beinahe erahnen. Nun fallen die Temperaturen und die Höhenmeter nehmen fleißig zu, die Serpentinen sind teilweise so eng und steil, das der 2. Gang fast nicht mehr reicht. Außerdem merkt man allmählich auch an der Leistung, dass hier die 2000er Marke geknackt wird.
Auf der anderen Seite angekommen stürtzt sich die Straße wieder ins Tal. Bis Sebes sind es noch einige kurvenreiche Kilometer. Das ich der frühe Vogel bin macht sich heute sehr bezahlt, denn erst kurz vor Sebes kommen mir die ersten Biker entgegen. Mit ihnen wäre es auf dem Pass ziemlich voll geworden.
Da ich zu Beginn der Planung noch nicht wusste, ob die Strecke schon offen ist habe ich die Etappe kurz gehalten. Nun gegen 10 Uhr bin ich mit diesem Abschnitt fertig und benötige den Anschluss. Die geplante Route des nächsten Tages erstickt im Verkehr und so improvisiere ich mir eine Strecke zusammen.
Sie führt mich anfangs auf der 107M mit sehr schöner Strecke durchs Bergland um Strassburg a.d. Miersch. Dann Zweige ich auf die D75 ab und fahre in Richtung Stei, das ist eine der Straßen die auf Dauer echt keinen Spass machen.
Eine Rüttelpiste deren Unterbau aus Betonplatten besteht und darüber asphaltiert wurde, das Ganze ist inzwischen an jeder Stoßkannte aufgebrochen. Die Gegend hier ist eigentlich wirklich schön aber mich zermürbt das gerüttel allmählich. Dazu färbt sich auch noch der Himmel dunkel, ich hab keinen Bock auf den scheiß....
Letztendlich versöhnt die Strecke doch noch mit ein paar guten Kilometern und dem Pass kurz vor Stei. Von Stei bis Oradea, der Grenzstadt zu Ungarn sind es nur noch wenige Kilometer und so beschließe ich heute mal wieder kostengünstig zu campen - und zwar in Ungarn. Mit der Campinginfo App (ver)suche ich einen netten Camping in grenznähe zu finden - in Füzesgyarmat werde ich fündig. Netter Platz mit angeschlossenem Thermalbad - Top     





Mittwoch, 14. Juni 2017

Vom Eisernen Tor zur Transalpina

Wiedermal  bin ich, der frühe Vogel, der den Wurm nicht bekommt.
Ich habe gegen halb acht all meine Sachen zusammen, will eigentlich nur noch Frühstücken und dann los. Daraus wird aber nichts, im Hotel Madonna wird trotz des hohen Alters der Belegschaft scheinbar lang geschlafen. Zu allem Überfluss habe ich mich aus dem Hotel ausgesperrt.. Als ich mit meiner Tasche zum Parkplatz gehe fällt die Tür hinter mir ins Schloss.
Ich meinte eigentlich schon Geräusche von Geschäftigkeit wahrgenommen zu haben, doch dem ist nicht so. Nun stehe ich draußen und Niemand hört das klopfen und klingeln von mir. Das kann ja dann heute noch heiter werden - denke ich mir.
Gegen acht werde ich endlich erhört - ich hätte einfach fragen sollen - eine Dame von geschätzten 70 Jahren öffnet mir. Sie bereitet mir eine traditionelle bulgarische Spezialität, ich lasse mich überaschen. Baniza - ein Blätterteiggebäck, es ist mit Salzlakenkäse gefüllt, dazu gibts Marmelade und Joghurt. Mit sehr vollem Magen kann es dann endlich losgehen.
Der Zufall hat mich zu den Felsen von Belogradtschik geführt, ich wollte gestern an sich nur die Hauptstraße meiden und dann finde ich diese beeindruckende Landschaft. Ich bin scheinbar der erste der am  Kastell ankommt, jedenfalls ist alles noch zu. Ein Schild das auf eine Sackgasse hinweist ist für mich ein Wegweiser, ich folge Ihm und komme etwas oberhalb des Kastells an dem Felsen an, von dem ich Alles überblicken kann.
Die Treppe hinauf ist etwas wackelig und das Geländer fehlt auf dem letzten Meter auch aber was tut man nicht alles für ein schönes Foto.
Die Fotos sind gemacht und begebe mich auf den Weg nach Vidin, der Stadt an der Grenze zu Rumänien. Um nicht wieder vor einer verlassenen Fährstation zu stehen und um dem ein- und ausreiseprozedere nach Serbien zu entgehen, überquere ich hier die Donau. Ich fahre dann auf rumänischer Seite zum Eiseren Tor. Es kommt mir vor als käme ich in ein anderes Rumänien zurück, an der Straße winken mir nun plötzlich die Leute freundlich zu. Das wärmt einem das Herz...
Der Weg zum Eiserenen Tor ist deutlich abwechslungsreicher als der, den ich nach Bulgarien nahm, wenn auch es sicher kein fahrerisches Highlight ist. Das letzte Stück von Orsova aus ist sogar richtig schön zu fahren.
Das Kloster und den in den Fels gehauenen Decebalus hatte ich mir größer vorgestellt..
Nun dann gehts jetzt zurück nach Orsova und dann zurück zur Transalpina. Über die D66A geht es anfangs nur mühsam voran, immer wieder sind LKWs vor mir. Dann zweige ich auf die D67D ab, hier beginnt eine der schösten Routen der gesamten Reise. Die Straße windet sich am Fluss entlang der sich tief in den Fels geschnitten hat. Fast wie durch einen Tunnel fährt man, so dicht stehen die Bäume an der Straße. Eine sehr willkommene Abkühlung, denn in der Sonne ist es heute wieder richtig heiss. Das Sträßlein  wird wieder zur Straße und führt mich direkt bis Targu Jiu. Von hier sind es Nur noch wenige Kilometer bis Novaci und dem Zimmer welches ich vor ein paar Tagen schonmal hatte.




Dienstag, 13. Juni 2017

Sooo knapp vor der Donau

Mit einiger Verspätung gings heute erst los, der Grund war der, dass das Hotel auf Gäste am Morgen ziemlich schlecht vorbereitet war. Also wartete ich erstmal bis viertel zehn (nach neun) bis jemand die Kaffeemaschine befreien und bedienen konnte. Gegen halb zehn trudelte dann auch die Köchin und die Rezeptzionistin ein, ich bekam mein Omlette mit Schinken und konnte bezahlen. Das hatte ich dummerweise gestern noch nicht getan, weil ich mir dachte so wirds dann einfacher fürs Personal...
Ich startete also erst kurz nach zehn, die Wartezeit hatte ich nochmal genutzt um in die Karte zu sehen und meine Route umzuplanen.
Erster Stop sollte einer der Rila-Seen bei Panichishte werden, leider unerreichbar für mich.
Das Navi war sogar der Ansicht man könne gleich zum nächsten, Beli Iskar, durchfahren - ein törichter Trugschluss!
Vom Personal welches den Zugang zum NP gewährt wurde ich durchgewunken, nach dem Motto der wird schon sehen...
Zuerst war ich noch zu Stolz gleich stehen zu bleiben, dann faste ich den Mut weiter zu gehen als bisher und zuletzt habe ich akzeptiert das ich scheitern würde...

Aber langsam, zuerst sagte mit der nette, wichtige, weil Warnweste an, Herr ich könne ruhig weiterfahren. Keine 20m später sah ich was mein Problem werden sollte - die Straße - sie war nicht da. Gut, hat bis jetzt auch immer geklappt, machte ich mir Mut und fuhr drauf los. Als der aufgespurngene Asphalt zum Waldweg wurde, dachte ich noch- ach das wird schon. Selbst als er zur ausgewaschenen Geröllstrecke wurde, dachte ich, da kommst du schon noch irgendwie durch. Dann kamen die esrten Wasserlöcher und mit ihnen der Zweifel wie lange das wohl noch gut gehen wird. Als ich zum zweiten mal in einem tiefen Schlammloch stecken blieb, dabei beinahe umkippte und kaum noch herraus kam, gestand ich mir ein gescheitert zu sein und kehrte um. Weshalb ich den Schlammspaß gleich viermal hatte.
Glücklich heil am Asphalt angekommen zu sein, galt es das Navi um zustimmen - schließlich war es felsenfest davon überzeugt, das dort eine Straße sei. Mit etwas mühe konnte ich es dann zumindest vom Wiedereinstieg in die Route überzeugen und so den Weg zum Beli Iskar See finden. Zumindest meinte ich das. Denn auch hier war Schluss bevor auch nur ein See in Sicht kam - ein schlagbaumbewährter Polizist stand urplötzlich im Wald und meinte ich könne jetzt aber nicht mehr weiterfahren.
Nun dann sehen wir mal zu, das wir weiterkommen denke ich und mach mich auf den Weg nach Sofia. Warum die Herren Berndt & Freytag (die Kartenhersteller) der Straße Nr. 8 einen grünen Strich verpasst haben, wissen nur sie selbst. Sie ist durch die parallel laufende Autobahn zwar vom Verkehr entlastet, doch scheint das auch für den Invest zu gelten, denn plötzlich verwandelt sie sich in eine Schlaglochpiste allererster Güte und endet mitten in einem Kuhkaff im nichts. Schilder? Fehlanzeige! Ich frage mich also durch und komme zur Autobahn - besser als nix! Seit ich aus den Bergen gekommen bin ist es enorm wärmer geworden - jeder Stopp wird zum Badeerlebnis.
Auf dem Autobahnring umfahre ich zügig Sofia, ich hatte eigentlich mit Verkehrschaos gerechnet, doch zum Glück gibt es keines...
 
Ich habe Die Route über den grün markierten "Pass" nach Mezdra gelegt, damit entkomme ich ein wenig der Hitze. Die Straße führt schön am Fluß entlang, der sich tief in die Felsen gegraben hat. Ab Mezdra geht es dann mit hohem Tempo in Richtung Vidin, ich überlege hin und her ob ich direkt nach Vidin fahre oder doch den Schlenker über Belogradschik zu fahren. Ich habe mich für letzteres entschieden, gebe aber um 18 Uhr auf.
Ein Camping in der Nähe hat mich angelockt, ich aber beschließe für 30 Lew ins angeschlossene Hotel zu gehen. in der Hitze möchte ich heute kein Zelt mehr aufbauen müssen.




Montag, 12. Juni 2017

Pirin und Rila

Von Smoljan fahre ich heute in Richtung Devin weiter, gleich am Start liegt der Prevala-Pass. Er liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rozen-Pass wie ich nun auch weiss. Es ist noch recht kühl am Morgen, insbesondere hier oben. Weiter in richtung Devin schlängelt sich die sehr gute Straße bergauf, bergab.
An einem braunen Schild entdecke ich die Aufschrift Devil's Throat - dafür haben wir heute alle Zeit der Welt, denke ich und fahre dem Schild nach. Wie der Zufall so will, folgt meine geplante Route sogar bis auf 10 Kilometer dem Weg zur Schlucht. Sie ist absolut sehenswert und es hat sich gelohnt diesen Abstecher zu machen.
Als ich wieder zur ursprünglichen Route zurückkomme erwartet mich der nächste Pass, naja so richtig Pass kann man es nicht nennen aber es ist ein Berg über den eine Straße führt.
Von Dospat nach Goze Deltschew haben sich entlang der Straße "Steinspalter" angesiedelt, Sie stellen aus Natursteinen Steinplatten her, das Bild zieht sich kilometerlang an der Straße entlang - Steinhaufen und bereits auf Paletten gestapelte Platten.
Von Goze Deltschew geht es jetzt aber auf einen richtigen Pass hoch, der Popovi Livadi führt über die Höhezüge des Piringebirges hinweg. Obwohl auf meiner Karte als weiße Straße eingezeichnet, ist sie Breit und in sehr gutem Zustand, nur liegt öfters Kies auf der Straße - auch in den Kurven.
Ich muß mein Tempo mäßigen. Nachdem der Berg überwunden ist, hatte ich mir einen Abzweig in den Pirin National Park eingeplant. Der Weg Führt mich weit und Hoch in den Wald hinein aber er ist eine Sackgasse, dennoch wollte ich mal einen Blick hier hoch werfen.
Es ist kein wirkliches highlight aber ich habe ja Zeit. Es ist gerade 12 Uhr Ortszeit und der Fahrtag von der Planung her zu Ende. Da es hier jedoch kaum für mich nutzbare touristische Infrastruktur gibt, beschließe ich zum Rila-Kloster zu fahren und den dortigen Camping aufzusuchen.
Das Navi meint es heut besonders gut und schickt mich für ein paar Meter über die Autobahn - ich fluche wie ein Rohrspatz in meinen Helm hinein. Der Weg zum Kloster zieht sich doch nochmal ganz schön hin, zumahl es hier unten schon ganz schön warm geworden ist. Der Weg zum Rila-Kloster steigt aber stetig weiter an und es wird zunehmend kühler.
Am Kloster angelangt beschließe ich zuerst mein Zelt aufzubauen und dann zum Kloster zu gehen. Der Platz befindet sich gut einen Kilometer bergauf, ansich ist er schön gelegen aaaaaaber die Ausstattung ist sehr, sehr einfach gehalten. Zumal es hier oben weder WIFI noch Internet per Telefon gibt.
Ich beschließe zurück zum Kloster zu fahren, es mir anzusehen und dann nach einem Hotel zu suchen. Das Kloster selbst kostet erstaunlicherweise keinen Eintritt, nur der Parkplatz muß mit 4 Lew erkauft werden.
Von Außen eher unscheibar, befinden sich im inneren wunderbar verzierte Gebäude. Ich schlendere ein bisschen über den Innenhof und gehe dann in die Kirche. Wie auch in den Rumänischen Klöstern, die ich schon besuchte, ist alles von Innen und Außen bemahlt mit Christlichen Darstellungen.
Genug Kultur, ich schwitze - auf zum Hotel! Ich habe vorhin ein kleines nett und neu aussehendes ein paar Kilimoter talabwärts gesehen - wird sicher viel zu teuer sein. Mit 30 Lew ist es aber erstaunlich günstig und ich checke ein.








Sonntag, 11. Juni 2017

Zurück in die Berge

Nach dem gestrigen Tag will heute gar keine rechte Fahrfreude aufkommen.
Aber ich habe ja nicht ewig Zeit und so packe ich meine sieben Sachen. Ich fahre zuerst wieder nach Burgas zurück, die Straße windet sich bis Nessebar recht kurvenreich durch die Landschaft.
Dann wird es erstmal eintönig, bis Sozopol geht es fast nur geradeaus. Danach kommt die Küste wieder näher und ich fahre an schönsten Stränden entlang.
In Duni möchte ich am liebsten ansteigen, der Name ist Programm. Der Sand hat kleine Dünen angehäuft direkt am Badestrand. Es hilft nichts ich muss....
Ein kleiner abzweiger noch zu den Steinen von Beglik Tasch. Dann  geht es durch die Ebene auf gerader Straße bis fast an die Grenze zur Türkei.
Eine weiße Straße soll mir eine Abkürzung bringen. Im Abzweigt dorthin steht gerade ein weißer Lada Niva der abzubiegen scheint. Als ich vom Navi aufblicke steht der Lada Niva immernoch mitten in der Einfahrt - was soll dass denn, denke ich noch - warum hat der Niva platte Reifen und was macht der Tisch dahinter - als ich an Ihm vorbei in die Abzweigung schieße.
Dann sehe ich es, die Straße ist quasi nicht vorhanden.
Nun wird ja nicht ewig dauern und ich habe ja ne GS.
Der Wald ist mit Schildern vollgepflastert die irgendwas Wichtiges sagen sollen, nur kann ich sie nicht verstehen.
Ein Sperrschild stand jedenfalls, abgesehen von dem kyrillisch beschrifteten Lada, nicht da. Hoffentlich ist da nicht irgendwo eine eingestürzte Brücke oder ein umgefallener Baum die mich zur Umkehr zwingen.
Gut 40km später bin ich schlauer und froh das es vorbei ist, fast die ganze Zeit bin ich Stehend gefahren. Irgendwann hat sogar das Brummen in den Beinen einfach aufgehört. Meine Schulter scheint sich darüber sogar zu freuen, quält sie mich doch gar nicht mehr mit dem üblichen Schmerz.
Ich habe endlich wieder Asphalt unter den Rädern, die Hauptroute ist zwar eine E-Straße aber dafür recht kurvig angelegt und führt mich auf den langen Weg nach Kardschali. Von da an habe ich eine sehr schöne Strecke durchs / ins  Rhodopen gelegt, natürlich mit Absicht! Bis nach Smoljan fügt sich eine Kurve an die andere.
Für heute habe ich fertig - und bin trocken geblieben.