Samstag, 16. Mai 2015

In die Pyrenäen

Heute gehts auf in die Berge. Doch zuerst packen, was bei starkem Wind nicht so einfach ist. Ständig ist irgendwas am wegfliegen, Zelt, Zeltsack, Footprint. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit bis alles aufm Bock ist. Heute steht auch Frühstückseinkauf auf dem Plan, wie auf Zuruf kommt auch schon eine Boulangerie daher. Ich kaufe ein Baguette und ein Croissant, beides sehr lecker und mein Französisch hat dafür gerade noch gereicht. Zuerst folge ich der Tech, es ist sonnig aber sehr windig. Der erste Pass sieht fast verschneit aus soviele Blätter hat es von den Bäumen geweht. Es wird kühler je höher ich komme. Als die "Baumgrenze" erreicht ist wird ein wunderschönes Panorama sichtbar.  Weiß gezuckerte Berge auf der gegenüberliegenden Seite, dazu strahlend blauer Himmel und eine riesige weiße Wolke die sich atemberaubend schnell vorwärts schiebt. Der Col Ares war der erste Pass dem heute noch viele folgten. Ein paar Pässe weiter treffe ich auf einen Biker der eine grüne Armbinde trägt, er sucht nach seiner Gruppe und war der Meinung ich gehöre dazu.  Da ich aber keine Armbinde trage kehrt er wieder um. Wir werden uns heute noch mehrfach begegnen...
 Kurz vor La Seu de Urgel läuft die gesamte Truppe zum letzten Mal auf mich auf. An die 50 Biker würde ich schätzen. Vor lauter Kolonne fahren habe ich vergessen aufs Navi zu schauen - mist. U-Turn, und es lotst mich in ein dorf mit fiesesten Gassen eng, steil und mit Kehren durch die kein Mopped ohne rangieren passt. Als ich endlich aus dem Dorf raus bin, merke ich das es plötzlich viel wärmer ist. Weiter geht es, kleine Straßen führen mich durch die Landschaft, ich mache etliche Fotostops. Nach gut zwei Stunden kurvenreicher Strecke komme ich an einer Kreuzung an, die mir sagt rechtsrum 18km bis La Seu de Urgel. Naja Kilometer machen kann man auch anders - ich fahre linksrum. Es wird immer wärmer, es geht geradewegs nach Tremp. Ich tanke nochmal wer weiß wann die nächste kommt. Auf dem Weg nach Pont de Suert läuft ein Berliner auf mich auf, er deutet Durst an. Ich stimme ihm zu und wir trinken etwas später an einer improvisierten Bar eine Cola. Ich bin leider in Eile (der Stift drückt schon länger) so verabschieden wir uns nach dem wir nochmal schnell in die Karte gesehen haben. Ich bin am Ziel Port de Suert vorbei und habe eine Bleibe gefunden. Morgen solls kälter werden, mal sehen. ..

Freitag, 15. Mai 2015

Schluchten, Regen und Wind

Heute gings also los, entlang der Ardéche bei schönsten Sonnenschein. Einer Kurve folgt der Anderen und zwischendurch immer wieder der Blick auf die Atemberaubende Schlucht. Tief frisst sich das Wasser durch den Fels, in großen Schleifen zieht er durchs Massiv. Die Verbindung zur Tarn ist eher unspektakulär, dafür gefällt die Tarnschlucht dann wieder sehr. Leider trübt sich das Wetter immer mehr und ich beschließe beim Ersten Tropfen meine Regenhaut an zuziehen.  Gute Entscheidung! Je weiter ich gen Milau vorankomme umso besch... wird es. Erst in Milau klart es wieder etwas auf. Die Freude währt nur kurz-welcher Idiot hat den da wieder am Reißbrett geplant. Meine geplante Route dreht genau in die Richtung in der dunkle Wolken hängen. Aber welch Glück es scheint vorerst trocken zu bleiben. Nur bis ich die verflixte Tanke in den Dorf hier oben gefunden habe sind die Wolken wider da. Et voilà - Regen. Eine wunderschöne kleine Straße führt mich durch das Hochplateau der Cevennen, wenn nur der Regen nicht wäre. Ein Stückchen weiter, der Regen hat aufgehört , dafür weht jetzt ganz ordentlich der Wind. Kurvenlinie? Kannste vergessen!!! So langsam fühle ich mich an Sardinien erinnert - eine kurve an der anderen und immer im Scheitel 'ne Windböhe... Vielleicht wirds ja unten wieder besser- denkste!! Bis Perpignan fahre ich immer in wechselnden Schräglagen-von recht, von links, von vorn, ja sogar von hinten haut der Wind mit Schlägen zu, die ich so noch nicht erlebt habe. Kurz darauf gesellt sich Regen dazu - perfekt! Bis Le Bolou werde ich kräftig geschüttelt, sonderlich gut finde ich es hier nicht, also fahr ich noch ein Stückchen bis Saint-Jean-Pla-de-Corts und nehm den 2. Besten Zeltplatz. Als Belohnung gönn ich mir Entrecote und Rotwein - Bier kannste hier weder zahlen noch saufen. ;-)



Donnerstag, 14. Mai 2015

Ardéche

Nach dem Start wurde mir recht schnell klar, dass es heute doch nicht so warm wird und so machte ich bereits kurz hinter Suhl den Ersten Stopp, um mich an zuziehen. Das war auch bis kurz hinter Lyon gut so...
Hier in Saint Martin ďArdéche ists jetzt dafür angenehm warm....
Auf dem Camping des Gorges komme ich unter, im Shop hole ich noch schnell etwas Bier für den Abend.
Zwei französische und ein belgisches Bier, für den Fall das das dass französische nicht schmeckt. Nur wohin damit? Ich versuchs mal unter die Zurrgurte der Hecktasche zu packen - die franzosen sind gerade unter, da fällt der Belgier zu Boden und hat auch prompt ein Loch. Aus dem spitzt in einem feinen Strahl ein furchtbar süßes Erdbeerbier und verteilt sich fortan auf meinem Bike.Eineinhalbhändig fahre ich auf den Platz. Bis ich an meinem Stellplatz angekommen bin, ist der Tank und der rechte Zylinder komplett eingesaut.
Nchdem das Zelt steht und der Belgier geleert ist, gehe ich erstmal ins Restaurant etwas essen. Un Verre blanc et un Pizza - sehr französisch...
1130 nicht enden wollende Kilometer habe ich heute hinter mich gebracht. Und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt !!

Morgen kann also der Urlaub beginnen - naja eigentlich geht er ja heute schon los...

Mittwoch, 13. Mai 2015

Auf gehts!

Die Taschen sind gepackt, alle Dinge haben vorerst einen Platzt gefunden. Wie immer habe ich viel zu viel eingepackt. Weil aber das Wetter im Laufe der Woche drehen soll, kann es nicht schaden ein paar dicke Klamotten dabei zu haben.
Wenn alles verstaut und verzurrt  ist, verabschiede ich mich noch von meiner Frau und den den Kindern und  dann beginnt es:
  

Mein Abenteuer Pyrenäen


Die erste Etappe soll mich ganze 1100km weiter bis an die Ufer der Ardèche führen. Ich hoffe darauf mit 
wenig Verkehr zügig voran zu kommen und nicht all zu spät das Ziel zu erreichen. Wir werden sehen...

Donnerstag, 5. März 2015

Der Plan für 2015

Ursprünglich hatte ich es für letztes Jahr geplant, wegen eines gebrochenen Kupplungsausrückhebels ausgefallen, kommen sie dieses Jahr erneut auf die Liste.
Die Pyrenäen:
Nachdem die Rückreise von Sardinien 2013 in nur einem Tag bewältigt war, erschlossen sich mir gedanklich gänzlich neue Reiseziele. So spiele ich schon lange mit dem Gedanken, mein Schulfranzösisch auch einmal anzuwenden. Einen Besuch in Frankreich könnte man ja mit Touren durch die schönen Schluchten von Ardèche, Tarn und Verdon verbinden.
Und wenn man aber schon an der Transchlucht ist, könnte man doch auch...
...und die Atlantikküste wollte ich ja auch schon immer mal sehen...

Der Plan war gefasst: einmal, möglichst schnell quer durch Frankreich nach Spanien, dann durch die Pyrenäen bis zum Atlantik. Auf dem Hinweg - übernachten an der Ardèche - und auf dem Rückweg könnte ich ja Tarn- und Verdonschlucht mitnehmen. Vielleicht geht ja sogar noch ein Teil der Seealpen!?
Eigentlich muss nur noch ein Zeitrahmen gefunden werden:

Ostern - zu früh
Juli/August - Familienurlaub
September - nach Urlaub - Kasse leer
Mai - Himmelfahrt oder Pfingsten oder beides -> passt!

...

Mittwoch, 6. August 2014

Fotos Kroatien 2014 hochgeladen

Um Euch ein paar Impressionen unserer Tour zu vermitteln hab ich eine kleine Auswahl an Fotos hochgeladen. Ich hoffe Sie gefallen Euch. Hier gehts zu den Fotos

Sonntag, 3. August 2014

Auf nach Hause

Für heute stehen Gerlosspass, Achensee und Tegernsee vor dem endgültigen ritt über die Autobahn nach Hause. Das Wetter meint es heute gut mit uns und so Fahren wir früh morgens bei strahlendem Sonnenschein über den Gerloss. Wie immer stehen Kühe auf der Straße des Hochplateaus und kümmern sich wie üblich nicht um den fahrenden Verkehr. Wir kommen gut voran und erreichen schon bald den Achensee. Die Sonne erleuchtet See und Berge, auf der malerisch schönen Straße erreichen wir bald den Tegernsee. Kurz darauf geht sie los, die Kilometerfresserei auf der Autobahn und die Reise neigt sich nun dem Ende zu. Wir schwimmen gut mit im Verkehr und haben München schon bald umrundet. Auf der A9 erwartet uns die Großbaustelle Holledau - rien ne vas plus - nichts geht mehr. Stau auf allen 3+1 Spuren, für den Rasthof ists zu spät.  Es ist ausgesprochen warm, zumal wir noch von heut früh Pullover unter der Kombi tragen. Wir machen am nächsten Parkplatz halt und stärken uns erstmal. Abrakadabra Simsalabim, als wir wieder starten ist der Stau zumindest hier wie weggezaubert. Ein paar Kilometer später stehts dann doch wieder, zum Glück nicht lang. Nach der Baustelle gehts zügig voran, alles frei bis uns kurz hinter Lichtenfels erneut dunkle Wolken bedrohen. Wieder ziehen wir unsere "Raindresses" an und wieder ist Donnergrollen zu hören als wir starten. Was dann über uns hereinbricht ist mit Gewitterregen nicht annähernd zu beschreiben. Windböhen schlagen auf uns ein, der Regen mischt sich mit kleinen Hagelkörnchen, Blitze zucken am Himmel - Der Wettergott zieht nochmal alle Register aber wir geben nicht auf. Stoisch ziehen wir unsere Bahn und erreichen alsbald unseren Heimathafen.