Mittwoch, 27. April 2016

2016 Balkans Ride

In diesem Jahr lässt der Frühling ja doch etwas auf sich warten. Erst heute hat es wieder geschneit, zum Glück blieb nichts davon liegen....
Also soll es, naheliegender Weise, in den hoffentlich warmen Süden gehen.

Ziel: der Balkan

Die Reise soll mich durch Albanien, Griechenland und Montenegro führen.
Im Europa der sich schließenden Grenzen, könnte das eine nicht ganz unkomplizierte Tour werden. Derzeit spielt Österreich noch mit dem Gedanken die Grenze am Brenner zu schließen und dort Grenzkontrollen einzuführen. Zwar werde ich nicht diesen Weg nach Italien nehmen, dennoch befürchte ich, dass mir mehr Grenzkontrollen als bisher das Vorankommen erschweren werden.

Dienstag, 26. Mai 2015

Fotos hochgeladen

Die ersten Fotos sind Hochgeladen, bis ich das Video fertig habe wird noch eine ganze Weile vergehen

Sonntag, 24. Mai 2015

Heimreise

Schluss aus fertig, Ende.

Vom Camping Les Sources in der Nähe von Wattwiller geht es heute auf direktem Wege nach Hause. Überraschung bin schon da, sage ich und blicke in die erstaunten Augen meiner lieben Frau.
In 10 Tagen habe ich 5550 Kilometer zurückgelegt, es war zwar anstrengend aber vor allem sehr schön.

All jenen die ich getroffen habe wünsche ich eine gute Reise, kommt gesund nach Hause!


Samstag, 23. Mai 2015

Vercours


Heute ging es also durch das Vercours. Zuerst noch schnell getankt und Geld geholt, dann geht es auch schon hoch auf den Col de Rouset. Die Straße schraubt sich schnell den Berg hinauf, auf dem Navi ist nur noch ein Klumpen zu sehen, der die Straße darstellen soll. In La Chapelle en Vercours halte ich und zünde eine Kerze zum Gedenken Oma Ruth an.
Nach einer kleinen Pause geht es weiter nach Pont en Royans, von hier zweigt die Gorges du Bourne ab. Hier also kommen die Fotos gängiger Motorradzeitungen her.... Ich fahre bis die Umleitung mich wieder nach La Chapelle en Vercours zwingt, auch gut - dann halte ich nochmal in Pont en Royans. Fotostop, eigentlich suche ich nach Souvenirs aber außer einem Tabac mit dem Standardkram ist nichts zu finden. Dann werde ich wohl woanders noch suchen müssen. Ich fahre Nordwärts und suche mir einen Campingplatz. Der heutige unterbietet den von gestern nochmal um zwei Euro, 7,60 das gab es die ganze Zeit noch nicht. Das Restaurant hat eine sehr gute Küche, ist aber durch eine Gruppe ausgebucht - ich darf trotzdem rein, vermutlich weil ich mich nicht wegschicken lasse und der Erste bin der fragt....







Freitag, 22. Mai 2015

Gorges du Verdon

Eine seltsame Unruhe treibt mich an, seit fünf Uhr früh bin ich mehr oder weniger wach. Dabei steht heute eine kleine Zwangspause an, da ich gestern nicht bezahlt habe muss ich heute bis neun Uhr warten. Die Dame ist leider erst pünktlich um neun da. Einfach Abhauen is nich, also setze ich mich in die bereits geöffnete Bar und nehme ersteinmal einen Kaffee, dann noch einen und dann noch ein Croissant. So gut habe ich schon lang nicht mehr gefrühstückt . Nachdem ich bezahlt habe, mach ich mich auf den Weg. Es soll zur Verdonschlucht gehen. Weil soviel Zeit war habe ich mal eben umgeplant, es geht entlang grüner Straßen durch die Provence. Eigentlich wollte ich mich vor der fahrt noch mit Sonnencreme einschmieren - habe es wieder mal vergessen. Ich halte irgendwo unterwegs und hole es nach, dazu setze ich meine Brille ab und nicht wieder auf. Es geht zügig weiter, irgendwo zwischen Apt und Relanne wunder ich mich noch übers Bild vor meinem "Aquarium", als ich in Relanne zum Fotostop halte wird klar: die Brille ist weg! Nunja jammern bringt sie auch nicht wieder, das Navi und die Schilder kann ich auch so erkennen - die Ersatzbrille liegt in der Packtasche ganz unten und fest verzurrt. Es geht weiter in Richtung Forcalquier, eine schöne  Strecke mit kleinen Dörfern, dann wechsele ich auf die großen Straßen nach Digne-les-Bains. Es zieht sich ne ganze Weile bis ich endlich in die Gorges du Verdon einbiegen kann. Zuerst ist nur der See zu sehen und dann kommt ein stundenlanges Kurvengewusel. Immer wenn man stehen geblieben ist um ein Foto zu machen, dann aufsteigt und weiter fährt, ärgert man sich nicht die eine Kurve weiter gefahren zu sein... Irgendwie fühle ich mich nich sonderlich gut, ich hab gefühlt 180 Puls und mir mir ist kalt obwohl ich einen langen Pullover anhabe und es bestimmt 30° sind. Steh ich etwa vorm Hitzeschlag?? Ich zieh erstmal den tollen Microfaserpullover aus und putsch mich mit Eistee und Müsliriegel auf. Allmählich bessert sich mein Befinden. Nach ingesamt 3 Stunden Verdon - sicher viel zu wenig - mache ich mich auf den Rückweg nach Sisteron. Als ich dort ankomme, beschließe ich noch ein Stück in Richtung Die zu fahren. Es geht fast nur geradeaus und ich klemme hinter einigen Autos, einem Bus und einem LKW fest. Eine rote Ampel müsste kommen, dann könnte ich in Rollermanier an allen vorbeiziehen... Der Wunsch geht in Erfüllung, et voilà, freie fahrt. 

Nun bin ich im Vercours angekommen und kann mir morgen hoffentlich die großartigen Straßen entlang der Schlucht ansehen. Da Wochenende ist wird sicher einiges dort los sein.

Ich habe einen schönen Camping gefunden sehr günstig, mit guter Küche und Bahngleis wie ich erst später merke, aber es hat mich nicht beim schlafen gestört.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Murphy...

Diese Nacht wurde es  ganz ordentlich kalt. Dafür scheint aber die Sonne als ich aufstehe. Also zieh ich mal die Themofutter ein.
Heute stehen Andorra, Carcassonne und eine Verbindungsetappe durch Frankreich, in die Provence auf dem Programm. Von La Seu d'Urgell bin ich schnell in Andorra, ich tanke. Weil aber nur 140 km seit dem letzten tanken vergangen sind, lohnt sich der ganze Spass eigentlich nicht aber billiger als in Frankreich ist es allemal. Je weiter hoch ich mich durch das Tal nach oben schraube um so klarer wird, das es ein Problem gibt. Der Pass kann nur mit Winterausrüstung überquert werden. Alles ringsum ist Weiß, allmählich gehts mir auf'n Keks.... Kein Problem gibt ja einen Tunnel... Auf der anderen Seite des Tunnel ist immer noch alles Weiß, da die Straße aber frei ist, komme ich sogar trocken im Tal an.
In Ax-les-Thermes biege ich zum Port de Pailheres, alle ausgeschilderten Pässe tragen ein grünes Schild auf dem geöffnet steht. Nun gut wird schon klappen, ich fahre schon eine ganze Weile zum Pass hoch, als es beginnt immer weißer zu werden. Ich habe die Bergstation gerade erreicht als erster Schnee auf der Straße rumzulungern beginnt. Drei Kurven später ein Schild und die Gewissheit - ohne Schneeketten geht hier nichts mehr. Also großräumige Umfahrung der anstehenden Pässe - auf nach Carcassonne. Gegen Mittag bin ich dort, kurz mal rein schauen - Touries über Touries, nix für mich. Naja dann kann ich ja Über Land mich nach Aix en Provence durschlagen, denke ich. Das geht auch bis Montpellier ganz gut, inzwischen sind die Temperaturen mächtig gestiegen. Aus der Jacke habe ich das Thermofutter vorhin in Caecasonne rausgenommen, in der Hose ists noch drinn.. 27° Zeigt eine Anzeigentafel, fühlt sich aber irgendwie nicht so an - wird am Wind liegen, der wiedermal mächtig bläst. Der Verkehr in Montpellier nervt, ständig wartet man an irgendwelchen Kreisverkehren und so zieht sich die Fahrt hin. Nach Montpellier gehts genauso weiter und ich bin schwer angenervt, ich fahre ein paar Kilometer Autobahn um wenigstens etwas voran zu kommen.
In der Hoffnung am Meer einen Zeltplatz zu finden fahre ich ins Rhonedelta, leider umsonst. Bis auf einen im Industriegebiet liegenden Campingplatz ist kein offen wirkender zu sehen. Ich befrage mehrfach das Navi, leider mit wenig Erfolg und so nehme ich einen weit vom Meer entfernten als letzten ins Visier. Nahe Apt bin ich dreiviertel Acht endlich am Camping angekommen. Die Rezeption ist nicht mehr besetzt und somit gibts auch kein WIFI grmpf. Ihmerhin gibts eine Kneipe, mit kräftig gesalzenen Preisen.
Somit ist heute eigentlich alles was schief gehen konnte, auch schief gegangen - Murphy eben

Die Könige der Pyrenäen

Heute gehts mit strahlendem Sonnenschein ins Valle de Tena, vom gleichnamigen Camping starte zu den "Königen der Pyrenäen".
Doch zuerst muss gepackt werden, ich bin heute schneckenlahm. Habe gestern wohl doch das ein oder andere Bier zufiel gehabt... Anlass oder Gelegenheit war Petra. Sie kommt gerade aus Portugal und hat Ihren Freund bis dorthin begleitet. Der Ein oder Andere kennt Sie namentlich von ihrem gemeinsamen Blog auszeit-europa. Nun schlägt Sie sich allein bis nach Hause durch - da gabs natürlich einiges zu erzählen....
Nachdem ich alles zusammengerödelt hatte, war ich sage und schreibe eine Stunde hinter meinem Plan zurück. Ausgerechnet heute wo ich mir wieder mal eine Marathonetappe zusammengestellt hatte rund 400km nur Pässe. Auftakt bildete der Port de Pourtalet, noch sonnig. Weiter ging es  zum Col d'Aubisque,der wider Erwarten offen war und erster Schnee vor sich hinflockte leicht gezuckert waren die Hänge. Auf dem weg ins Tal musste ich dann doch wieder die Gummihülle anlegen, da es ganz leicht zu nieseln begann. Der Col du Silur flog vorbei. Auf zum Col du Tourmalet - was wohl schlechte Straße heißt. Davon konnte aber gar keine Rede sein, superbreit und glatt. Wenn nur nicht ferme auf dem Schild gestanden hätte. Für alle nicht Franzosen, das bedeutet geschlossen. Grmpf... Mal sehen wie weit man so kommt, kurz nach der Bergstation ist Schluss - Route Barree! Also zurück...
Kurz vor Lourdes quere ich nach Bagnes-de-Bigorre, weiter zum Col de Aspin eine schnuckelige kleine Straße aber es geht nicht vorwärts.  Über Arreau zum Col de Peyresourde und den Col Du Portillon. Mir wird ganz wirr im Kopf hab ich nicht mit dem Portillon angefangen? Fahr ich im Kreis - ach nee, der hieß Pourtalet.. So langsam kommen mir Zweifel an meinem gesteckten Ziel, vielleicht sollte ich abkürzen ? Naja bis Vielha wird es erstmal noch gehen, die N230 lässt sich sehr schön fahren. Weit schwingende Kurven bringen mich endlich voran. 300 und 'n bissel was Kilometer auf Uhr ich tanke erstmal in Vilha, ess ein Müsli rigel und beschließe noch etwas zu fahren. Was dann kommt ist Genuss pur, die Straße zum Port de  Bonaigua ist ein Traum. Trotz der Passhöhe von 2072m kein Schnee, kein Regen, nur trockener Asphalt. Und es wird noch viel besser, ich fahre die C14 bis Sort und biege auf die N260 ab. Alter Schwede, das geht ab. Alles ist vergessen sogar in den Ortschaften juckt die rechte Hand.. Wie Geil ist das denn???? Klar wäre jeder Andere schneller als ich unterwegs aber ich habe einen Höllenspass. Und die Kilometer schmelzen dahin. Angstrille? Ja klar, ich hab eine -  senkrecht am Vorderrad
Camping hab ich auch wieder sehr professionell gesucht, mit Navi und so - beim zweiten vorbeifahren hab ich dann, den direkt vor mir auch gesehen und noch ein paar Kilometer gespart. Und morgen gibts gefälligst schlechtes Wetter - ich habe gewaschen!